Auf dem Weg zur Weltmacht – Rhein Neckar Zeitung

Neue Ära” – Dieser Begriff ist Xi Jingping besonders wichtig. Ganze 39 Mal fällt er in seiner Rede auf dem 19. Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas im Oktober 2017, am Ende jubeln die Delegierten dem Präsidenten zu. Xi Jingping, Staatschef von 1,4 Milliarden Chinesen, lässt keinen Zweifel an seinem großen Ziel: Sein Land zu einer Weltmacht zu machen.

“Dieser Parteitag sticht in seiner Bedeutung hervor”, erklärt Peter Kreutzberger, der deutsche Generalkonsul für Nordostchina. Bei einer Veranstaltung der “Gesellschaft für deutsch-chinesische Freundschaft Mannheim/Rhein-Neckar” in Heidelberg skizzierte der Diplomat, welche Veränderungen sich in China vollziehen – und das sind einige.

Bis 2050 soll China globale Bedeutung erlangen

Grundlage für Xis Denken, so Kreutzberger, ist der “China-Traum”. Zwei Jahrtausende lang war China eine Weltmacht, den Europäern weit voraus und, zumindest in der eigenen Wahrnehmung, der Mittelpunkt der Welt. Dann kamen im 18. Jahrhundert die Europäer, und es folgten zwei Jahrhunderte der kolonialen Demütigung, der Schwäche und der Krisen. Die sind nun überwunden. “Xis Vision ist es”, so Kreutzberger, “diesen historischen Irrweg zu überwinden und zu vergangener Größe zurückzukehren.”

Dazu hat sich China zwei ehrgeizige “Jahrhundertziele” gesetzt: Bis 2020 will es ein Land mit mittlerem Einkommen, also fast westlichem Lebensstandard werden. Und bis 2050 soll es eine Macht von globaler Bedeutung werden – mit den USA mindestens auf Augenhöhe.

Diese Ziele haben auch eine innenpolitische Konsequenz. Xi Jingping hat auf dem Parteitag seine Macht gewaltig gefestigt. Seine Lehren wurden in die Statuten der Partei aufgenommen, und das noch zu Lebzeiten – eine Ehre, die vor ihm nur Staatsgründer Mao Zedong zuteil wurde. “Dem entspricht auch die offizielle Lehrmeinung von den ,drei Schritten‘”, so Kreutzberger. “Mao hat die Revolution vollzogen, Deng Xiaoping die Reform, und Xi vollendet nun den Aufstieg zur Weltmacht.”

Schon jetzt in einer Reihe mit seinen legendären Vorgängern stehend, betreibt Xi einen geradezu maoistischen Personenkult. “Xi ist allgegenwärtig, auf Plakaten, in Zeitungen, im Fernsehen”, erklärt Kreutzberger. “Er gibt sich als Mann des Volkes. Überall finden sich Bilder, die zeigen, wie er in einer traditionellen Hütte isst oder sich mit einem Bauern aus seinem Heimatdorf unterhält.”

Kritik am “weisen Führer”, wie er sich nennen lässt, ist damit nicht einmal mehr ansatzweise möglich. “Diskussionen, etwa über eine evolutionäre Entwicklung der kommunistischen Partei, sind nicht mehr erwünscht”, sagt Kreutzberger.

So hat Xi vor allem innerhalb der Partei seinen Führungsanspruch gefestigt. “Deng Xiaoping hatte einst das Prinzip der kollektiven Führung der Partei eingeführt, um eine zügellose Alleinherrschaft wie unter Mao zu verhindern”, erklärt Kreutzberger. “Xi hebelt das wieder aus.” Bisher hat er auch noch keinen Nachfolger ernannt – ein Indiz dafür, dass er nicht nach zwei Amtszeiten abtreten will, wie es eigentlich üblich ist.

In China steht die Vormachtstellung der Kommunistischen Partei – und damit Xis – außerhalb jeder Debatte. Legitimiert wird sie mit dem starken Wirtschaftswachstum, den Antikorruptionskampagnen und dem Rückgang der Armut. “Da hat China tatsächlich einiges vorzuweisen”, meint Kreutzberger. “Seit 2010 wurden im Schnitt jährlich 14 Millionen Menschen aus extremer Armut befreit.” Den populären Antikorruptionskampagnen fielen in den letzten Jahren über 2000 teils hochrangige Funktionäre zum Opfer, die ihre Posten verloren – was auch dazu diente, politische Gegner aus dem Weg zu räumen.

Für Xi geht es um einen Kampf der Systeme

So wie Xi seine Stellung innerhalb der Partei festigt, so unterwirft er das ganze Land stärker als bisher seiner Kontrolle. Das zeigt sich etwa im Internet: In keinem anderen Land der Welt herrscht eine vergleichbar strenge Kontrolle. Suchmaschinen und soziale Medien wie Google, Facebook, Twitter oder YouTube sind in China verboten.

Auch westliche Unternehmen bekommen die staatliche Überwachung stärker als bisher zu spüren. “Xi Jingping steht der Privatwirtschaft skeptisch gegenüber und setzt stark auf innovative Staatsunternehmen”, so Kreutzberger. Chinas Internet-Riese Alibaba hat sich bereits bereitwillig der Regierung in Peking unterworfen. “Aber auch westliche Unternehmen wie VW oder Mercedes müssen in ihren Dependancen in China eine Parteizelle einrichten, die aufpasst, dass die Unternehmensführung den Interessen der Partei entspricht.”

Dabei gehen Xi Jingpings Pläne weit über politische und wirtschaftliche Macht hinaus. “Für ihn geht es um den historischen Kampf zweier Systeme”, erklärt Kreutzberger. “Auf der einen Seite steht die liberale westliche Demokratie. Auf der anderen die ,gelenkte Demokratie‘ chinesischer Prägung.”

Vor einigen Jahren, so erzählt Kreutzberger, stand Xi Jingping eines Tages am Strand. Lange blickte er nachdenklich aufs Meer hinaus. “Wir werden noch sehen”, soll er schließlich gesagt haben, “welches System am Ende gewinnt.”

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Sport – die gemeinsame Sprache Chinas und Deutschlands – China Radio International

Fußball ist ein Spiel, bei dem auf der ganzen Welt die gleichen Regeln gelten. Ob Deutscher oder Chinese, auf dem Platz ist jeder Spieler gleich und man spricht eine gemeinsame Sprache, unabhängig von der Nationalität und Herkunft.

Vor kurzem haben die Gesellschaft des Chinesischen Volkes für Freundschaft mit dem Ausland, die Gesellschaft für Deutsch-Chinesische Freundschaft und der Chinesische Fußballverband gemeinsam ein Freundschaftsspiel zwischen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft der Bürgermeister und der Mannschaft der Beijinger Beamten in Beijing organisiert. CRI hat in diesem Rahmen ein Interview mit Felix Kurz, dem Vorstandvorsitzenden der Gesellschaft für Deutsch-Chinesische Freundschaft Mannheim/Rhein-Neckar, und Klaus Schlappner, dem ersten ausländischen Trainer der chinesischen Fußball-Nationalmannschaft geführt. Im Interview erläuterte Kurz die Ziele des Freundschaftsspiels:

„Gestern war die deutsche Nationalmannschaft der Bürgermeister in Beijing und hat gegen Beijinger Beamte gespielt. Es geht eigentlich darum, dass wir über den Sport und über den Fußball Verbindungen zwischen Deutschland und China schaffen, auf den verschiedenen Ebenen, zwischen den Beamten, aber auch zwischen den Jugendlichen. Weil der Sport ein schönes Medium ist. Da kann man zusammen spielen, zusammen Erfolg haben und dann noch zusammen feiern.”

2017 ist das Jahr des 45. Jubiläums der Aufnahme der bilateralen diplomatischen Beziehungen zwischen China und Deutschland. In den vergangenen Jahren haben beide Länder viel getan, um die bilateralen Beziehungen auf allen Ebenen zu verstärken. Felix Kurz erklärte im Interview die künftigen Pläne der Gesellschaft für Deutsch-Chinesische Freundschaft in Bezug auf die Zusammenarbeit mit China.

„Wir haben vor allen Dingen vor, in der Zukunft viel mehr den Jugendaustausch zu fördern und über den Jugendaustausch die Freundschaft zwischen den beiden Ländern zu verstärken. Und das soll auch auf den sportlichen Ebenen passieren, weil für uns Sport auch ein Teil der Kultur ist. In anderen kulturellen Programmen, der Schwerpunkt soll für die Zukunft mehr auf den jugendlichen Austausch setzen, weil die Jugendlichen viel unvoreingenommener, viel offener sind. Sie gehen eher auf die andere zu und haben nicht so viele Vorurteile im Kopf. “

Klaus Schlappner ist der erste ausländische Trainer der chinesischen Fußball-Nationalmannschaft und auch ein alter Freund Chinas. Schlappner hat die Realisierung des Freundschaftsspiels zwischen China und Deutschland vorangetrieben. In den vergangenen Jahren hat Schlappner schon viele Beiträge zur Entwicklung des chinesischen Fußballs und auch zur bilateralen Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland geleistet. Seine Erwartungen für die zukünftige Zusammenarbeit der jüngeren Generation beider Länder sehen so aus:

„Mein Anliegen sind hauptsächlich die Jüngeren, die Generation meiner Kinder oder Enkel. Und ebenso von chinesischer Seite, es ist mir sehr wichtig, was wir jetzt als Ältere tun und schon als freundschaftliche Beziehung schaffen – den Nutzen habt ihr! Die nächsten Generationen, die übernächste Generation hat den Nutzen, soll den Nutzen haben. Und sie sollen in aktiver, freundschaftlicher Zusammenarbeit in Kooperation, im Denken, im Handeln und im Sport zusammenarbeiten, zusammenkommen und sich in aller Freundschaft darum bemühen, für beide Ländern, das Beste zu tun.”

Interview und Text von Gao Mengyu

Nachricht im Original lesen: http://german.cri.cn/3105/2017/03/24/1s263071.htm

Deutsche China-Gesellschaften gründen Dachverband – NR Kurier

Im Beisein des stellvertretenden Botschafters der Volksrepublik China, Zhang Junhui, und des Oberbürgermeisters von Neuwied, Nikolaus Roth, unterzeichneten am vergangenen Samstag Vertreter von 20 gemeinnützigen China-Gesellschaften im Schloss Engers die Gründungsurkunde der „Arbeitsgemeinschaft Deutscher China-Gesellschaften (ADCG)“.

Neuwied. Die ADCG wird künftig als Anlaufstation für die in den Bundesländern tätigen deutschen China-Gesellschaften, die natürlich weiterhin selbständig und eigenverantwortlich tätig bleiben, agieren. Sie wird in dieser Funktion sowohl Ansprechpartner für ähnliche Organisationen in China, wie zum Beispiel die „Gesellschaft für Freundschaft des chinesischen Volkes mit dem Ausland (CPAFFC)“, als auch für überregionale öffentliche deutsche Institutionen und Organisationen sein.

Nachdem 1990 eine ähnliche Dachorganisation aufgelöst wurde, waren die deutschen China-Gesellschaften der Auffassung, dass es jetzt an der Zeit sei, wieder eine Dachorganisation auf Bundesebene zu gründen, um so deutliche Synergie – Effekte erreichen zu können. Zur Gründungsveranstaltung war extra eine Delegation hochrangiger Beamter der chinesischen Regierung aus Peking angereist.

„Gerade in der aktuellen nicht immer einfachen politischen Situation kann die neue Bundesvereinigung der Chinagesellschaften die Beziehungen zwischen unseren Ländern auf kulturellem und privatem, aber auch wissenschaftlichem und wirtschaftlichem Gebiet weiter stärken“, so Zhang Junhui in seinem Grußwort. „Wir versprechen uns von dem neuen bundesweiten Zusammenschluss eine intensivere Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern in der Volksdiplomatie“ sagte der stellvertretende Direktor der Europaabteilung der chinesischen Freundschaftsgesellschaft CPAFFC, Lü Hongwei. Für seine Gesellschaft gehöre die ADCG jetzt zu den wichtigsten Ansprechpartnern in Deutschland. Die Präsidentin der CPAFFC, Li Xiaolin, hat in China den Rang einer Ministerin.

„Eine unsere Hauptaufgaben als bundesweit aufgestellte Arbeitsgemeinschaft ist, das Verständnis für die jeweilige Kultur zu fördern und die Kooperationen zwischen Deutschen und Chinesen zu verstärken“, betonte auch der neue Präsident Kurt Karst. Die ADCG will darüber hinaus den einzelnen Mitgliedergesellschaften Servicefunktionen anbieten. Dazu gehören unter anderem kulturelle Angebote wie Ausstellungen, Musikbeiträge (sowohl traditionelle chinesische als auch klassische europäische Musik), Tanztheater, Vorträge und auch Projekte auf dem Gebiet des Jugendaustauschs und des Sports.

Die ADCG möchte zudem als Netzwerk chinesische Künstler für ihre Mitglieder vermitteln und so als Bindeglied zwischen den einzelnen deutschen China-Gesellschaften fungieren. Die ersten Ergebnisse der Gründungsversammlung sind auf der Homepage www.deutsche-china-ag.de veröffentlicht. Die ADCG will nach dem Motto handeln: „Allein ist man stark – aber zusammen sind wir stärker“. Der Oberbürgermeister Neuwieds, Nikolaus Roth, betonte in seinem Grußwort mit Stolz, dass nach der im September 2015 geschlossenen Städtepartnerschaft Neuwied – Suqian nun in seiner Stadt die Gründung einer deutsch-chinesischen Arbeitsgemeinschaft erfolgt; dies zeige das große Interesse an guten, freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern.

In das Präsidium der neuen Bundesarbeitsgemeinschaft wurden gewählt: Kurt Karst (GDCF Mainz-Wiesbaden) als Präsident, Wei Qian DCG Eckernförde, Dieter Böning (GDCF Düsseldorf), Felix Kurz (GDCF Mannheim/Rhein-Neckar), Johannes Pflug (China-Beauftragter Duisburg), Jürgen G. Eberbach (DCG Staufen-Breisgau) als Vizepräsidenten, Jörg Mertens (GDCF Mannheim-Rhein-Neckar) als Schatzmeister.

Nachricht im Original lesen: http://www.nr-kurier.de/artikel/53620-deutsche-china-gesellschaften-gruenden-dachverband

Dem gegenseitigen Verständnis sehr förderlich – Mannheimer Morgen

DEUTSCH-CHINESISCHE FREUNDSCHAFT: Vertreter von Stadt, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft gründen in der Kapelle der Turley Barracks eine neue Gesellschaft

Etwas mehr als 20 Persönlichkeiten haben in der ehemaligen Kapelle der Turley Barracks in der Neckarstadt die “Gesellschaft für “Deutsch-Chinesische Freundschaft Mannheim/Rhein-Neckar” gegründet. Der chinesische Generalkonsul Wang Shunqing meinte, diese als gemeinnütziger Verein gegründete Gesellschaft könne im Verhältnis beider Länder eine wichtige Rolle spielen. “Wenn man mehr übereinander weiß, ist das dem gegenseitigen Verständnis sehr förderlich”, betonte der Generalkonsul, der aus Frankfurt angereist war.

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Delegation aus Mannheim reist nach China – Mannheimer Morgen

STÄDTEPARTNERSCHAFT: Oberbürgermeister Peter Kurz wird morgen den Vertrag mit Qingdao unterschreiben / Am Sonntag Weiterflug nach Peking

Zwei Unterschriften noch, dann hat Mannheim seine nächste Partnerstadt. Morgen Abend deutscher Zeit werden Oberbürgermeister Peter Kurz und sein Amtskollege Zhang Xinqi aus Qingdao den gemeinsamen Vertrag unterzeichnen. Gestern startete die Delegation von Frankfurt aus in die Stadt am Gelben Meer.

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